Montag, 10. November 2014

JUBILÄUMS-CURRYWURST....

...und eine kleine Hommage an ein paar schöne Tage in Berlin mit meinen Küchenschlächter- und Bloggerfreunden Maks, Oli, Nick, Susanne und Gudrun.
Dort im Oktober kulinarisch von Maks und Oli verwöhnt, geschichtlich und kulturell von Susanne begleitet, vom einheimischen Nick geguidet und von Gudrun im Nachhinein mit einer traumhaften Soße versorgt, wurde Berlin für mich was ganz besonderes.
 
 
 
Heute vor 25 Jahren fiel sie, die Berliner Mauer. Ein unfassbarer Moment der deutschen Geschichte. Auch meine Famile war geteilt, durch spektakuläre Flucht wieder teilweise zusammengeführt, aber erst seit dem 9. November 1989 wieder vereint.
Den ganzen Tag sitze ich heute schon vor dem Fernseher mit dem Lied von Reinhard Mey "Mein Berlin"  im Ohr und Tränen in den Augen. Mir gehts wie ihm:
 
"nun steh ich hier und meine Augen sehen sich nicht satt,
an diesen Bildern. Freiheit, endlich Freiheit über meiner Stadt."
 
Was kann man an einem solchen Tag denn bitte anderes - nun ja -" kochen" als Currywurst ?!

 
Vor allem wo sich doch noch dazu ein neues, handsigniertes (!) Kochbuch in meinem Besitz befindet. "Auf die Hand" von Stevan Paul. Darin werden alle möglichen Speisen und Zutaten zum Thema "Essen für unterwegs" beschrieben, mit sehr hübschen Bildern und Rezepten dazu. "Ein Buch für Küche und Couch gleichermaßen. Zum Nachkochen, Stöbern und Blättern, zum Lesen und Entdecken", wie es im Vorwort heißt.
Und für mich zur Inspiration für dieses Essen:
Coleslaw, Currywurst und Pommes Frittes.
 
 Hier die Rezepte dazu:


Coleslaw aus meiner Rezeptdatei, allerdings mit ein paar Abwandlungen:
  • Apfelessig (statt Sojasoße)
  • Estragon (statt Petersilie)
  • Sahne (statt Mandelmus)
 

Pommes Frittes
  • mehlige Kartoffeln
  • Sonnenblumenöl
  • Salz (oder Pommes-Frittes-Gewürz)
eine Schüssel mit Deckel

Ofen auf 220° Umluft vorheizen.
Kartoffeln in hübsche Fritten schnitzen. Auf Küchenkrepp auslegen, damit etwas Feuchtigkeit gezogen wird. Öl in die Schüssel geben, Kartoffeln rein, Deckel drauf und heftig durchschütteln. Die nun rundum geölten Fritten nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. 30 Minuten backen lassen, heraus holen und wieder auf Küchenkrepp aptropfen lassen. Nun würzen und heiß servieren.


 
 
Currysoße a la Gudrun
  • 1/2 Glas eingemachte Pflaumen
  • 150 ml Saft davon
  • 350 ml kapitalistische Geheimzutat (auch als "Cola" bekannt)
  • 500 ml Ketchup
  • 2 EL Worcestershiresoße
  • 2 EL Currypulver
  • 1 kleine rote Chilischote (aus Guddis Garten)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zimt
  • etwas Zitronensaft
Pflaumen, Saft und Cola ca. 60 Minuten einkochen. Pürieren. Restliche Zutaten  dazu geben und mit den Gewürzen abschmecken. Noch mal 5 Minuten köcheln lassen.
 
Bratwürste (nach Wahl) vom Darm befreien, rundum braten, in Scheiben schneiden. Mit der warmen Soße übergießen und servieren.

 
 
Ich habe noch nie eine bessere Soße zur Currywurst gegessen, ehrlich. Sie schmeckt scharf, süßlich, würzig aber vor allem sehr nach Berlin...

 


Streetfood hat sich mittlerweile in vielen Küchen etabliert. Also auch in meiner. Das nächste Projekt wird dann wohl "Pulled Pork", auf Seite 141 im neuen Buch zu finden.

Taste it !

Donnerstag, 30. Oktober 2014

SPAGHETTIKÜRBIS MIT OFENGEMÜSE

 
Ich liebe Kürbis, aber von diesem Exemplar hatte ich noch nie was gehört. Spaghetti-Kürbis heißt er, weil sein Fruchtfleisch nach dem garen eine fädenartige Konsistenz hat.
Eine wunderbare Idee hatte Ramona vom Blog Frl Moonstruck kocht . Von ihr habe ich mich nun zu diesem Rezept inspiriern lassen, mich auf die Suche nach genau dieser Kürbissorte gemacht und mein Glück versucht.

 
Als Hauptgewürz habe ich Zatar verwendet. Das ist eine orientalische Gewürzmischung mit gerösteten Sesamsamen, Sumach, Thymian und -natürlich- Ingwer. Und das braucht ihr zum Nachkochen:
 
ZUTATEN:
  • 1 Spaghettikürbis
  • 500 g Cocktailtomaten
  • 2 rote Paprikaschoten, in grobe Stücke geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 1 Fenchelknolle, fein geraspelt
  • 5 EL gutes Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Zatar (hier von Schuhbeck)
  • frischer Basilikum
  • 1 paar Salatblättchen
  • gehobelter Parmesan
 
Für den Fisch:
  • 2 Viktoriabarsch-Filets
  • Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Zatar, Mehl
  • Butterschmalz
  • etwas rohe Rote Bete, geraspelt
 

ZUBEREITUNG:
Ofen auf 200° / Umluft vorheizen. Kürbis ordentlich abwaschen und quer halbieren. Mit einem scharfen Löffel die Kerne und das lockere Fruchtfleisch herauskratzen.


Eine Marinade aus Öl, Salz, Pfeffer und Zatar in einer Schüssel anrühren. Beide Kürbishälften mit etwas davon einpinseln. Neben einander auf ein Backblech legen und - mit der offenen Seite nach oben - in den Ofen schieben.
Jetzt das vorbereitete Gemüse in der restlichen Marinade schwenken und auf einem zweiten Backblech ausbreiten.
20 Minuten nach dem Kürbis ebenfalls in den Ofen schieben, also oben das Gemüse, unten der Kürbis.
Nun beides nochmal für 20 Minuten im Ofen lassen.
Also: Kürbis 40 Minuten, Gemüse 20 Minuten ;-)

 
Nach dem Ende der Garzeit die Kürbishälften herausnehmen und mit einem Löffel etwas "ankratzen"

 
Ein paar Salatblätter (Feldsalat oder Ruccola) hineinlegen...

 
.... und nun das fertige Ofengemüse mit samt dem ausgetretenen Saft darauf legen. Vor dem Servieren habe ich etwas Parmesan frisch darüber gehobelt, etwas Pfeffer aus der Mühle - FERTIG 
 
 
Die süße Säure des Gemüses harmoniert perfekt mit dem Kürbis.
 
Das ist übrigens auch ein super vegetarisches Gericht für 2 Personen.
Es gibt Unmengen an Variationsmöglichkeiten - abgeschmeckt mit Pesto, eine Caprese-Füllung, Hackfleisch... Mir fallen auf Anhieb ganz viele Gerichte ein, die ich noch machen möchte. Kürbis ist für mich das schönste am Herbst !
 
Bei uns gab es eine Hälfte als Beilage zum Fisch. Und zwar diesen hier:
 
Viktoriabarsch-Filets säubern-säuern-salzen. Gewürze mit Mehl in einem Teller vermischen, Fisch darin wälzen und in die Pfanne mit dem heißen Butterschmalz ausbacken. Nach ca. 3 Minuten wenden. Die geraspelte rote Bete kurz ins Bratfett geben, dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen und dan Fisch damit dekorieren.
 
 
Das sind natürlich alles hübsche Bilder, aber schließlich wollen wir das ganze ja auch essen. Und dann sieht es eher so aus:
 
 
Der Kürbis wird einfach ausgelöffelt und gibt die Beilage zum Fisch.

 
Mr.Taste ist kein Kürbisfan. Hokaido ist ihm zu mehlig, Butternut ist ihm zu neutral und überhaupt.... Der Spaghetti-Kürbis schmeckte ihm. So ein Glück für mich..
 
Taste it !

Samstag, 16. August 2014

HAPPY BITHDAY EDGAR, MOHNTORTE FÜR DICH !

 
Unser lieber Freund und Trauzeuge Eddi wünschte sich zum Geburtstag von mir eine Mohntorte. Außer "Soll schon Mohn drin sein, aber auf keinen Fall Rosinen und schmecken soll sie... " gab es keine weiteren Vorgaben. Mhmmm - und schon begannen die Überlegungen: Mohn-Blech-Kuchen ist lecker, aber nicht sehr festlich. Rührkuchen mit Mohn wird oft trocken und wenig gschmackig. Mit ein wenig Recherche, rumprobieren und aus eigener Erfahrung schöpfen, entstand dann dieses Rezept für eine hübsche, geburtstagstortentaugliche und sehr saftige und cremige
 
MOHNTORTE


ZUTATEN:

  • 80 g kalte  Butter in Stücken
  • 100 g Zucker
  • 1Ei
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver

  • 750 ml Vollmilch
  • 2 Pck. Puddingpulver
  • 1 Pk, also 250 g, Mohnback (für mehr Mohngeschmack auch gerne 2 Pk.)
  • 100 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 1 Becher Schmand

  • 2 Eigelb
  • 2 Eiweiß
  • 1 Becher Schmand
  • 80 g Zucker

Nach Belieben Puderzucker, Sahne, Kirschen....ect.

ZUBEREITUNG:

Zucker und Ei schaumig rühren, Butter darunterschlagen. Mehl und Backpulver darüber sieben und schnell zu einem glatten Mürbteig kneten. 30 Min. kalt stellen.
Aus Milch, Zucker und Puddingpulver einen festen Pudding kochen - etwas abkühlen lassen.
Die restliche Butter in Stückchen im Pudding leicht anschmelzen lassen und darunter heben, danach den Schmand unterrühren.

Eine Springform (26 Ø) mit Backpapier auslegen oder gut einfetten. Den Boden mit dem
Mürbteig auslegen, einen dünnen Rand davon etwa 2cm nach oben ziehen. Der Zeig lässt sich einfach hineindrücken, ausrollen funktioniert nicht so gut.
Nun wird der Pudding hineingegeben.
Das ganze darf nun bei 170°/  Umluft für 45 min in den Ofen. Man muss etwas aufpassen, dass die Oberfläche nicht zu dunkel wird.
In der Zwischenzeit bereitet man den Eierguss zu.
Eigelb mit Zucker sehr schaumig rühren. Schmand darunter heben. Eiweiß in einer seperaten Schüssel schaumig rühren. Vorsichtig unter die Schmand-Eigelb-Masse heben.
Nach 45 Minuten den Kuchen aus dem Ofen nehmen, den Guss darauf verteilen und nochmal bei
150° / 25 min in den Ofen geben.
da jeder Ofen anders ist, bitte aufpassen, dass er nicht zu dunkel wird.
Beim rausholen darf er noch sehr weich und wabbelig sein - keine Sorge - das ist richtig so. Der Pudding wird nach dem Auskühlen schön schnittfest.

 
In der Form abkühlen lassen, danach gerne über Nacht in den Kühlschrank stellen.


Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und nach belieben verzieheren. Für den Geburtstag eines etwas älteren Herren kann man durchaus auch etwas altmodische kandierte Kirschen auf ein Sahne-Tuff setzen. Er wird begeistert sein :-)


 
 
Lieber Edgar, es war ein wunderschönes Fest bei Dir. Lass uns noch viele Geburtstage gemeinsam feiern und lass mich noch viele Kuchen für Dich backen !
 
 

Freitag, 11. Juli 2014

FÜLLHORN à la Nick


......oder Brezendöner, oder Brezenhörnchen mit Sesam-Bohnen-Füllung.

Inspiriert durch eine Idee, die der liebe Nick, ein Freund aus der "Küchenschlächter"-Szene, hatte, entstand dieses hübsche und leckere Hörnchen, das im Hause Taste zu probieren war.

Seit einigen Tagen bin ich - mobil - ein wenig eingeschränkt. Eine Verletzung am Knöchel zwang mich zur Ruhe auf der Couch und zur Bildgebung zum Arzt.
Da aber ein paar kleine Schritte in die Küche sicher nicht schaden können, und ich die doofen Bilder wenigstens irgend einem Nutzen zuführen wollte, entstand dieses Gericht. Außerdem ware da noch eingefrorener Brezenteig in der Truhe zu finden. Bevor es aber ein Rezept geben kann, muß dem eine Bastelanleitung vorrausgehen.....

Man nehme :
EIN festes Stück Papier pro Hörnchen, in quadratischer Form, ca. 30x30 cm.
Dieses rolle man zu einer spitzen Tüte und klebe es an den richtigen Stellen zusammen. Falls man grade wütend auf seinen untauglichen Fuss ist, kann man dazu auch Bilder des MRT-Ergebnisses nehmen.....

 
Danach nimmt man ein etwas größeres Stück Alufolie, das man um die Tüten herum wickelt und oben am Rand hinein stopft. Reste der Alufolie kann man noch innen hinein stopfen, das stabilisiert etwas.

 
Und hier das Rezept
 
Zutaten:
 
für die Hörnchen
 
  • 1 Pk Tiefkühl-Brezenteiglinge
  • 1 EL Sesam
 
für die Füllung:
 
  • 200g Zuckerschoten
  • 200 g Putenfilet
  • 1 Paprikaschote
  • 3 Lauchzwiebeln
  • gekörnte Gemüsebrühe
  • Olivenöl zum Braten
  • Salz, Pfeffer
 
für die Soße:
 
  • 2 EL Tahin-Paste
  • 2 EL Sojasoße
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL geriebener Ingwer
  • 2 EL gekochte Brühe (von den Bohnen)
  • Kreuzkümmel, Kurkuma, Chilliflocken, Salz, Pfeffer
 -
  • 1 EL geröstete Sesamsamen
 -
  • 1 Hand voll Salatblätter
 
 
 
Zubereitung:
 
Brezen (2 pro Horn) aus der Packung nehmen und auftauen lassen.
Ofen auf 200° Umluft vorheizen.
Die aufgetauten Brezenteiglinge vorsichtig entknoten und um die Tüten wickeln. Unten an der Spitze anfangen, nach dem Wickeln dort nochmal fest zusammen drücken.
 

(Das geht mit frischem, selbst gemachten Hefeteig sicher eleganter)
 
Nun den Teig in Sesam wälzen und diesen etwas andrücken.
Um eine "Rundum-Bräunung" zu erlangen, habe ich die Tüten zum Backen auf einem Blech etwas aufgestellt.
 
 
Nun backen sie ungefähr 15 Minuten im Ofen - je nach Wunschbräune. Nach dem Herausnehmen lässt man sie noch ein bisschen auskühlen, bevor man das Inlay entfernt.
 

 
Dabei muß man gut aufpassen, dass nicht noch kleine Alustückchen hängen bleiben. Draufbeißen ist nicht schön....
 
 
Während die Hörnchen im Ofen backen, bereitet man die Füllung zu. Selbstverständlich kann man diese beliebig gestalten. Bei mir kam rein, was der Kühlschrank her gab.
 
 
 
Zubereitung der Puten-Sesam-Bohnen:
 
Wasser zum Kochen bringen und die  gekörnte Brühe darin auflösen. Sie sollte kräftig sein.
Die Zuckererbsen hinein geben und 2 Minuten kochen. Dann abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.
In einer Pfanne die Sesamsamen fettfrei anrösten.
 Fleisch und Paprika in Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln in 2 cm lange Röllchen.
Alle Zutaten der Soße gut verrühren.
Fleisch in etwas Olivenöl kurz anbraten, salzen und pfeffern. Nun 1 EL der Soße darüber geben. Aus der Pfanne nehmen und bei Seite stellen.
Paprika und Zwiebeln anbraten, salzen, pfeffern, dann auch diese bei Seite stellen.
In der leeren Pfanne noch einmal etwas Olivenöl erhitzen. Die abgetropften Zuckerschoten hinein geben, kurz anbraten und auch die restlichen Zutaten wieder in die Pfanne zurück geben.
Das ganze vorsichtig nochmal heiß werden lassen und - nach Belieben - noch etwas Soße darunter rühren (1-2 EL)
 
In das Hörnchen ein paar Salatblätter legen (dann weicht es nicht durch) und nun die Füllung vorsichtig hinein legen, schieben, stopfen - ganz nach Wunsch. Jetzt kann man auch noch mal etwas Soße drüber träufeln.
 
 
Und jetzt viel Spaß beim Essen !

 
Mr. Taste zog es vor, das "Geschnetzelte" auf einen Teller zu kippen und die "Tüte" aus der Hand dazu zu essen.
Banause.......
Ich träume davon, beim nächsten mal die Hörnchen mit Weißwurst zu füllen, mit einem Händlmaier-Topping oben drauf.
 
Taste it !

Dienstag, 6. Mai 2014

KOCHHAUS - eine ganz neue Erfahrung...

Am letzten Freitag, diesem herrlichen Brückentag, führte uns ein Schwabing-Bummel in eine ganz andere Art des Lebensmittelladens. Wir landeten im :
 
KOCHHAUS ein sozusagen begehbares Rezeptbuch.
 
 
 
Das Prinzip ist so einleuchtend wie genial: In diesm "Supermarkt" sind die Lebensmittel nicht nach Sorten sortiert, sondern nach Rezepten. Es gibt ca. 15 verschieden Tische. In der Mitte eines jeden ist ein Rezept samt Zutaten, Zubereitungsdauer und Gesamtpreis beschrieben. Drumherum sind, sehr appetitlich, die jeweiligen Zutaten drapiert (sogar in kleinen Kühltruhen, falls nötig). Diese sind einzeln mit Preisen ausgezeichnet (z.B. 1 Spargel 80 Cent, 1 Schalotte 30 Cent, ect.).
 
Da Herr Taste mal wieder Fleisch wollte, entschieden wir uns für:
 

Suprême von der Maispoularde mit Spargel, Estragoncrème und violetten Kartoffeln
für 8,90 € p. P.
 

Die sehr nette Verkäuferin ging an der Kasse nochmal das Rezept mit mir durch, schickte mich nach dem zweiten Bund Estragon und fragte sogar: "Brühwürfel nicht zuhause?" Ich (hungrig) fragte schüchtern nach, ob ich evtl. etwas mehr Kartoffeln als die 200 g erwerben dürfte. Sie musste sehr lachen und sagte, dass ich alles kaufen dürfte, was ich wollte. Jetzt weiß ich also, dass die Spargel nicht abgezählt waren und ich das Zwiebelchen nicht hätte erwerben müssen, wenn denn eins zu Hause im Kühlschrank gewesen wäre .....

Im Öko-Tütchen fanden sich dann, für 2 Personen, folgende

ZUTATEN:
  • 2 Maispoulardenbrüstchen (zusammen ca. 380 g mit Knochen)
  • 8 Stangen Spargel
  • 200 g violette Kartoffeln
  • 2 Bund Estragon
  • 1 Schalotte
  • 1 Brühwürfel
  • 150 g Creme Fraiche

Und das gabs vom Hause Taste noch als Extra dazu:
Wasser, Olivenöl, Salz, Pfeffer
1 Stamperl Noilly Prat, 1 Spritzer Zitronensaft, 1 TL Honig




 
Mit im Tütchen befand sich außerdem eine sehr übersichtliche und ansprechende  Zubereitungsanleitung, die gibts gratis dazu.
 





ZUBEREITUNG:

  1. Ofen auf 160° vorheizen. Kartoffeln gewaschen aber ungeschältmit Wasser in einen Topf geben, 1 TL Salz dazu und in ca. 18 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen.
  2. Wasser für den Spargel in einem Topf zum Kochen bringen. Spargel schälen und Schalen in das kochende Wasser geben. 3 TL Salz dazu.
  3. Nach 5 Minuten Spargelschalen herausfischen, Spargel in den kochenden Spargelfond geben. Bei mittlerer Hize in ca. 15 Minuten weich kochen.
  4. Weich gekochte Kartoffeln abgießen, kalt abschrecken und pellen. Im heißen Topf und einem TL Olivenöl warm halten.
  5. Maispoularden rundum mit Salz und Pfeffer würzen. 3 EL Öl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und das Fleisch von jeder Seite 2 Minuten bei hoher temperatur anbraten. Anschließend die Pfanne  für 10 Minuten auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen geben.
  6. Estragon waschen und die Blätter vom Stiel zupfen. 2 hübsche Spitzen für die Deko zurück lassen.
  7. Für die Soße in einem kleinen Topf die gehackte Schalotte in 2 EL Öl anschwitzen. 100 ml Wasser, Brühwürfel und Estragon dazugeben, kurz aufkochen und pürrieren. Mit Salz, Pfeffer, Zitrone, Honig und Wermut abschmecken und noch etwas einkochen lassen. 
  8. Spargel auf einem Soßenspiegel anrichten, Mit Fleisch und Kartoffeln nach belieben bestücken. Fertig !

Übrigens, den Spargel auf diese Art zu kochen war mir neu. Ob er deswegen so zart und herrlich aromatisch geworden ist, weiß ich nicht. Ich werde es aber auf jeden Fall nun immer so machen.


Die Koch, Brat- und Backzeiten waren auf die Minute genau richtig angegeben. Das Fleisch war zart und saftig, die Kartoffeln weich und trotzdem bißfest und der Spargel war butterzart.
Mir war allerdings eine Soße aus Brühwürfel und Creme Fraiche nicht raffiniert genug. Deshalb gab es noch einen Schuss Wermut, ein bisschen Zitronensaft und ein wenig Honig dazu.
Mit dem Pürierstab hat das Zerkleinern übrigens garnicht geklappt. Der Estragon wickelte sich nur um das Messer und war nicht kleinzukriegen. Im Standmixer allerdings hat das pürrieren dagegen einwandfrei funktioniert.


Preislich wären die Zutaten vermutlich, im Supermarkt gekauft, etwas günstiger geworden. Andererseits hätte es dann bei uns sicher Putenbrust mit Normalo-Kartoffeln in Petersiliensoße gegeben....



Der aufmerksame Betrachter mag bemerken, dass auf der gedeckten Tafel nur ein einziger Teller gerichtet ist. Das ist meiner. Der muß ein wenig fürs Foto posen. Herrn Tastes Portion dagegen kommt, wie immer, nicht sooo hübsch auf den Teller, dafür heiß und in Soße schwimmend. Aber erst, wenn der Foto weggepackt ist.
Die Weinempfehlung des "Kochhaus", ein Grüner Veltliner, passte, gut gekühlt, hervorragend dazu.
Wenn es die Zeit und die Nerven (Parkplatzsuche !!!!) mitmachen, wollen wir nun jede Woche ein Kochhaus-Gericht ausprobieren. Es gäbe auch einen Lieferservice, aber mit den Prämissen muss ich mich erst mal auseinander setzen.
Schuhe und Bücher vertraue ich gerne einem Kurierdienst an, Lebensmittel möchte ich, glaube ich, doch lieber selbst aussuchen....

Taste it !

Donnerstag, 24. April 2014

MANGOLIKÖR

Bei unserem Lieblings-Inder kommt mit der Rechnung immer noch ein Schnapserl aufs Haus. Der schmeckt sooo lecker, dass er immer viel zu wenig ist. Also hab ich mich mal in die Küche gestellt und etwas herumexperimentiert, damit man zu Hause auch noch ein wenig von diesem Genuss hat. Da kam auch gleich das Osterfest grad recht.


Irgendwo muß man ja hin mit den ganzen Experimenten. So wurden dann Freunde, Familie und Kollegen mit ein paar dieser hübschen Fläschchen beglückt.


Ich bin mir sicher, dass ich diese schnell zuzubereitende Köstlichkeit noch ganz oft als Mitbringsel in der Handtasche haben werde. Sehr praktisch, dass bei der Zubereitung immer eine leere Flasche entsteht, die man dann wieder, ohne Auskochen, gleich befüllen kann. Alkohol desinfiziert ja bekanntlich...


Für ca. 2 Liter fertigen Likör braucht man

ZUTATEN:
  • 700 ml klarer Schnaps
  • 700 ml Mangonektar (oder auch Mango-Maracuja)
  • 2 Dosen Mangos, leicht gesüßt
  • 200 g Zucker, weiß
  • 200 ml Wasser
  • 1 Pk Zitronensäure
ZUBEREITUNG:

Wasser und Zucker so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und ein dicker Sirup entstanden ist. Dann unter rühren den Mangosaft und die Zitronensäure dazu geben. Nochmal etwas reduzieren.
Die Dosenmango im Mixer sehr fein pürieren und zum Sirup in den Topf geben. Immer weiter rühren. Topf vom Herd ziehen. Nun den ganzen Schnaps zur Mangozubereitung geben und mit einem Schneebesen zu einem homogenen, dickflüssigen Likör zusammen rühren.
Beliebige Flaschen auskochen und über Kopf auf einem Baumwolltuch trocknen lassen. Den noch heißen Likör mit einem Trichter in die Flaschen füllen und fest verschließen.
Der Likör schmeckt über Eis, im Prosecco oder einfach pur.


Vielleicht auch, wie bei unserem Inder um die Ecke, mit einem kleinen Schuß Campari auf dem Boden des Schnapsglases.
Ich weiß nicht genau, wie lange er haltbar ist. Ich würde ihn auf jeden Fall im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren noch mal kurz schütteln.
 
 
 
 
Taste it !

Dienstag, 15. April 2014

LORBEERBROT


 
nach Enie van de Meiklokjes. Das Rezept heißt bei ihr "kleine Schweinereien" , warum auch immer....

Ich habe es schon sehr oft nachbebacken in verschiedenen Variationen. Entweder als Amuse-Gueule, noch dampfend aus dem Ofen, mit selbst gemachten Aufstrichen, oder als kleine, hübsch verpackte Mitbringsel. So kamen die kleinen Brote besonders zur Oster- oder Weihnachtszeit gut an, wenn es überall vor Süßem nur so wimmelt. Zur Weihnachtszeit habe ich noch eine Messerspitze Lebkuchengewürz unter das Mehl gegeben, zu Ostern gabs die Pistazienvariante.

Das Rezept reicht für 3 kleine Königskuchen-Formen (diese ganz kleinen Kinderbackformen, ca. 15 cm. lang), oder eine Große und eine Kleine. In der großen Form verlängert sich die Backzeit um ca. 7 Minuten.

Zutaten:
  • 10 Lorbeerblätter
  • 500 g Dinkelmehl (oder jedes andere Mehl)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 TL Meersalz
  • 50 g Sesam + 50 g gehackte Pistazien
  • 50 g Butter (oder 50 ml Pistazienöl)
  • 350 ml Milch
  • 150 g saure Sahne
  • 1 EL Agavendicksaft oder flüssiger Honig
  • Butter und etwas Mehl für die Formen
  • 6 Lorbeerblätter

Zubereitung:

Backofen auf 180° / Umluft vorheizen.
Backformen fetten und mehlen.
Mehl, Backpulver Salz, Sesam (+ andere Nüsse) in einer Schüssel mischen. Zerbröselte Lorbeerblätter dazu geben.

 
Milch erwärmen, Butter darin schmelzen lassen (oder einfach Öl dazu), saure Sahne und Honig darunterrühren.
 
Mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verrühren.
Zu 3 gleichen Teilen in die Formen geben. (Mein Teig ist flüssiger als Enis. Die muß kneten und Laibe formen....). Mit gehackten Nüssen oder Samen bestreuen, auf jedes Brot nochmal zwei ganze Lorbeerblätter dekorativ darauf drapieren.
Nun die Brote auf der mittleren Schiene 25 Minuten backen.
 
 
In der Form kurz auskühlen lassen, dann rausholen, in Zellophanfolie verpacken oder servieren.
 
 
Sehr hübsch, wenn noch ein kleines Gläschen mit Nussbutter daran geknotet wird. Hierzu einfach weiche Butter und ein Schuß Pistazienöl mit beliebigen Nüssen und etwas Salz im Blitzhacker vermischen und im Verschenkbehälter im Kühlschrank wieder fest werden lassen.
Da es sich bei den Zutaten dieses Teiges eher um eine "Quark-Öl"-Variante handelt, würde ich mit dem Aufessen des Brotes nicht sooo lange warten. ich glaube, frisch schmeckt es am besten...

Taste it !